JONA - Gottesdienste
JONA-Gottesdienste sind ein Angebot für alle, die
- ihre individuelle Spiritualität in einer modernen und zeitgemäßen Atmosphäre leben wollen,
- sich eine offene und lebensnahe Kirche wünschen,
- einen neuen Zugang zu ihrem Glauben suchen,
- und mit Anderen gemeinsam feiern wollen.
Warum machen wir das?
Immer weniger Menschen können mit den üblichen Angeboten der Kirchen etwas anfangen. Viele haben (noch)
christliche oder religiös geprägte Wurzeln, fühlen sich aber in traditionellen Gottesdiensten nicht wohl.
Auch stehen immer mehr Menschen auf dem Standpunkt: „Glaube ja, Kirche nein“, wobei sich die Ablehnung
in erster Linie gegen die Autoritäten und Strukturen der Amtskirche richtet. Glaube hat jedoch auch mit
Erfahrung und Gemeinschaft zu tun. Wer´s ausprobiert hat, der weiß, dass es sich alleine anders singt und
betet als in einer Gruppe Gleichgesinnter. Wir wollen alle Menschen einladen mit uns zu feiern - ob alt
oder jung, gläubig oder zweifelnd, nahe- oder fernstehend, ein- oder ausgetreten, welcher Konfession auch
immer… weil wir glauben, dass Kirche für alle da ist.
Was passiert da?
Die Gottesdienstbesucher können selbst bestimmen, was für sie das richtige Maß an Nähe oder Distanz
zu den einzelnen Gestaltungselementen ist:
- man kann mitmachen oder einfach nur zuhören,
- da gibt’s viel moderne Musik, biblische und profane Texte,
- eine offene Phase mit verschiedenen Stationen in der Kirche (Klagemauer, Segnung, Bibeltisch, Gesprächsecke ...),
- wir wollen gemeinsam singen und beten,
- und laden nachher zu einem gemeinsamen Ausklang bei Brot und Wein ein.
Warum JONA?
Jona war ein Prophet, der beständig vor Gott davonlief, anstatt seinen Auftrag zu erfüllen. Nur kurz, in
höchster Not - im Bauch des großen Fischs -, betet Jona zu seinem Gott um Rettung. Kaum erhört, wird er
Gott gegenüber wieder trotzig und aufmüpfig. Nachdem seine Gerichtsprophezeiung nicht in Erfüllung geht -
denn Ninive bekehrt sich auf seine Strafandrohung hin und Gott führt die angedrohte Zerstörung nicht
aus, - sieht Jona seinen Auftrag als von Gott verraten an. Und da er dem die ganze Schöpfung liebenden
Gott nicht entkommen kann, liegt die letzte Alternative für ihn in der Ablehnung des eigenen Lebens. Die
heidnischen Seeleute und die Bewohner von Ninive aber bekehren sich und beten zu Gott, auch wenn es
am Ende der Geschichte von Letzteren heißt, dass sie „nicht einmal rechts und links unterscheiden können“.
Darum „JONA“ als Name für unsere neuen Wortgottesfeiern für Suchende, Widerständige und Zweifler. Eine
Geschichte, in der Gott sich als der Barmherzige erweist, auch wenn die Menschen, ja selbst der Prophet,
in ihre Ängste, Zweifel und schlechten Gewohnheiten zurückfallen. Das unterscheidet eben das Menschliche
vom Göttlichen. Gott bleibt den Menschen treu, auch dem widerständigen Jona, der vor ihm davon läuft,
den Seeleuten, als sie ihn anrufen (die zuvor fremde Götter angebetet hatten), und auch den Einwohnern
der Stadt Ninive, als sie (mitsamt ihrem Vieh) Reue zeigen und umkehren. Und er erweist sich als
solidarisch mit den Menschen, auch wenn sie weiterhin schwanken, und nicht zwischen rechts und links, gut
und böse unterscheiden können. Die zweideutige Wirklichkeit der Welt wird von Gott gerechtfertigt, auch
wenn sie eine zweideutige bleibt!
Wer macht das?
- Der JONA-Gottesdienst nimmt das Priestertum aller Gläubigen ernst.
- Sie ist ein Angebot von Laien für Laien.
- Ein ökumenisches Team von Menschen aller Altersstufen bereitet den Gottesdienst gemeinsam vor, und gestaltet ihn
rund um ein Thema.
- Wir freuen uns über gelegentliche oder regelmäßige Mitarbeit im Team und sind offen für Vorschläge,
Wünsche, Meinungen und Kritik. Sprechen Sie uns an.
Wann finden JONA-Gottesdienste statt?
(Fast) immer am dritten Sonntagabend im Monat um 19:00 in der Krim.
Kontakt: jona@pfarre-krim.at
Facebook: www.facebook.com/Jonamesse19